Die Siegerband geht ins Studio

Auch in diesem Jahr gibt’s bei Hessen Rockt mehr als nur Ruhm und Ehre zu gewinnen. Einer der Preise für die Siegerband sind drei Tage im Tonstudio, genauer gesagt bei der Recording Factory in Raunheim. Hier kann die Siegerband einen oder mehrere Songs einspielen – je nach eigenem Tempo. Wer bei dem Konzert im Rind in Rüsselsheim war, konnte sich schon von den Fähigkeiten der Recording Factory überzeugen – denn Sven Göndöcs ist nicht nur der Haustechniker und Tonmann im Rind, sondern auch einer der kreativen Köpfe an den Reglern der Recording Factory.
Aber auch die Finalisten des vergangenen Wettbewerbs, Hank Cash, haben sich von der Qualität der Recording Factory ein Bild gemacht und hier ihr erstes Album aufgenommen. „Die Atmosphäre bei den Jungs ist extrem entspannt und angenehm, was ich persönlich für sehr wichtig halte“, sagt Stephen O. Nündel, Gitarrist und Backing-Vocals bei Hank Cash. Die Mannschaft um Sven Göndöcs sei sehr darauf bedacht, die Vorstellungen der Bands umzusetzen und legen seiner Meinung nach dabei eine Kundenfreundlichkeit an den Tag, die anderenorts vermisst werde. Mit dem Ergebnis aus den Sessions bei der Recording Factory sei er sehr zufrieden. Wer will, kann sich auch bei den Konzerten das Album von Hank Cash zum Sonderpreis von zehn Euro zulegen und selbst mal hören, wie gut die Recording Factory arbeitet.
“Wir vertreten in unserer Arbeit die Philosophie, dass die Bands schon selbst wissen, wie ihr Sound klingen soll. Wir sind lediglich für die technische Umsetzung da”, betont Sven. Nur, wenn der Sound gar nicht passt, dann bremsen die Tontechniker auch mal die Band aus. „In anderen Tonstudios mischt sich der Tontechniker oft in die musikalischen Vorstellungen der Bands ein, so dass am Ende ein Einheitsbrei herauskommt, der mehr nach dem Tonstudio als nach der Band klingt. Bei uns sollen sich die Musiker entfalten und wohlfühlen, das bringt unserer Ansicht nach das beste Ergebnis”, sagt Sven und beschwört das Proberaum-Feeling in der Recording Factory, in dem sich Bands seiner Meinung nach am besten entspannen können.
Aber auch die Bands müssen sich gründlich auf den Besuch im Tonstudio Vorbereiten. „Das Wichtigste vor einem Besuch im Studio - egal bei welchem - ist, dass die Bands wirklich die Stücke drauf haben, die sie einspielen wollen. Wenn der Tag im Tonstudio zum Proben-Tag wird und nach 30 Aufnahmen immer noch keine passt, wird die Sache echt schwierig.” Schlimmstenfalls schicken die Tontechniker die Band wieder nach Hause und setzen die Arbeit an einem anderen Tag fort. Wenn wir anfangen, die Takes in Einzelteile zu zerlegen und aus den guten Versatzstücken was zusammenzubauen, dann klingt das hinterher nie so gut wie ein gelungener Take.”
Ein weiterer wichtiger Faktor beim Besuch im Studio ist Disziplin. „Die Bands sollen sich wohl fühlen, deshalb sehen wir die Sache auch sehr locker, aber die Musiker sollten sich schon bewusst sein, dass sie zum Arbeiten und nicht zum Feiern bei uns sind.” An dritter Stelle erinnert Sven alle Musiker daran, vor dem Besuch im Studio das Equipment auf Herz und Nieren zu prüfen. “Es lohnt sich durchaus, auch mal frische Saiten auf die Gitarre zu ziehen.”
Der Tontechniker spricht aus Erfahrung: In den gut vier Jahren Arbeit mit der Recording Factory hat Sven schon alle möglichen Band-Projekte abgemischt. “Die Extreme sind Punkbands und ein Gospel-Chor.” Wenn die Bands ihre Aufnahmen beendet haben, werden sie geschnitten und gemastert, danach gibt’s die erste eigene CD. “Wir wollen auch die Vervielfältigung in unseren Katalog aufnehmen, bislang müssen sich die Bands aber selbst drum kümmern”, sagt Sven. Cover-Artwork ist aber schon jetzt im Angebot.
Mehr Infos: www.recording-factory.de










