Melibokus sind die ersten Halbfinalisten
Furioser hätte der diesjährige Auftakt von Hessen Rockt kaum werden können. Im bis auf den letzten Platz ausverkauften Nachtleben an der Konstablerwache spielten die ersten vier von insgesamt 40 Bands um den Einzug ins Halbfinale. Melibokus, Face To Face, Coleslaw und Undercure gaben vor rund 300 Zuschauern ihr Bestes - und am Ende des Abends sahen Jury und Publikum einen denkbar knappen, aber verdienten Sieger: Das Rennen beim ersten Vorrundenkonzert von Hessen Rockt machte Melibokus aus Seligenstadt.
Die Ersten sollten diesmal die Ersten sein: Denn gleich zu Beginn der diesjährigen Liverunde von Hessen Rockt standen Melibokus aus Seligenstadt auf der Bühne, die auch gleich das erste Ticket für einen Platz Halbfinale am 2. März in der Batschkapp mit in ihren Proberaum nehmen durften. In ihrem Set setzten die sechs Musiker um die Frontfrau Elke Hoffmann und den Frontmann Gero Steigerwald voll auf aktuelle Rock- und Pop-Hits - und trafen damit genau den Geschmack des Publikums. Spielerisch und gesanglich sicher interpretierten sie zunächst Hits wie “You And Your Hand” von Pink, “Dani California” von den Red Hot Chili Peppers und “Love Hurts” von Incubus - ehe sie mit “Junge” von den Ärzten zu einem wilden Vor-Finale ihres Sets kamen. Der Fun-Punk-Song des Berliner Erfolgstrios löste schon nach den ersten Takten im Publikum Begeisterungsstürme aus. Ein echtes Highlight war aber auch der letzte Song im Set, in dem sich Elke Hoffmann als die weibliche Version von Axl Rose gab: “Sweet Child Of Mine” von Guns’n'Roses. Ein Stück, das kaum besser zur blonden Rock-Röhre passen könnte.
Nach einer etwas längeren Umbaupause gingen Face To Face aus Karben an den Start im Nachtleben. In ausgeflippen 80er-Jahre-Kostümen und sogar einem angemalten Porno-Bart im Gesicht von Frontmann Mike Davies zeigten sie die besten Seiten der Synthie-Pop-Periode: Zum Beispiel sang Frontfrau Mandy den “She Bop” von Cindy Lauper - natürlich ganz pretty in pink. Und mehrfach umgezogen wurde sich auch, unter anderem zum Mega-Hit “Tainted Love” von Soft Cell. Allerdings hatten Face To Face auch mit den Tücken der Technik zu kämpfen. Mitten im Set fiel der Bassverstärker erst mal aus, so dass einige Songs nur in ganz abgespecktem Kosmos gespielt werden konnten. Die Jury ließ sich von dieser Panne aber ausdrücklich nicht beeinflussen. Und die Band ließ sich zumindest nichts anmerken, zog hoch professionell den Auftritt weiter durch und fand spätestens zum Set-Finale “Don’t You (Forget About Me)” von den Simple Minds zur gewohnten Form zurück, brachte das Publikum wieder auf Touren und beendeten ihren Auftritt vor 300 zufriedenen Gesichtern.
Mit den Tücken der Technik hatten auch Coleslaw aus Frankfurt zu kämpfen, die aber ähnlich professionell mit dem zickenden Verstärker umgingen wie Face To Face. Zudem riss mitten im Auftritt der Gurt des Bassers, so dass der Gig kurz unterbrochen werden musste. Da die Besucher von Hessen Rockt Coleslaw noch aus dem vergangenen Jahr kannten, bemerkten viele Gäste im Nachtleben, dass sich Coleslaw in den vergangenen Monaten weiter entwickelt haben und ihr Leistungsniveau noch weiter steigern konnten. Die Metal-Band um Pete “The Rock” Schmidt hatte auch wieder einige Paradestücke des Genres im Gepäck, die mit viel Druck und technisch versiert auf der Bühne präsentiert wurden. Zu den Höhepunkten im Programm zählte “Take A Look Around” von Limp Bizkit mit einem starken Rhythmus-Teil und für alle Fans von Coleslaw und Hessen Rockt der Coleslaw-Cover-Klassiker “Ace Of Spades” von Motörhead. Ein Stück, das der gesamten Band wie auf den Leib geschneidert ist. Zum Ende des Auftritts spielten sie eine ganz neue Version von “Highway To Hell” von AC/DC - nahezu unplugged mit Pete an der Wanderklampfe und zweistimmigem Gesang. Ein Leckerbissen für alle Metal-Fans, die gerne mal über den eigenen Tellerrand schauen.
Undercure aus Michelstadt im Odenwald beschlossen den Abend im Nachtleben mit einem etwas ruhigeren, schon fast romantischen Programm. Die Band spielte die Songs ihrer großen Vorbilder The Cure und war damit die einzige echte Tribute-Band im Line Up des ersten Vorrundekonzerts. Nicht nur die Fans von The Cure schwelgten während des Auftritts in Erinnerungen und konnten die Texte spontan mitsingen, zumindest die Texte von “Love Cats” und “Lullaby”. Denn das waren die einzigen Stücke, die auch mit den englischen Original-Texten gesungen wurden. “A Forest”, “Boys Don’t Cry” und “Friday I’m In Love” wurden auf Deutsch dargeboten - womit sich wie bereits angekündigt auch für ungeübte Ohren die volle poetische Kraft von The Cure im Nachtleben zeigte. Undercure lieferten im Nachtleben ein durch und durch bestechendes Set ab, das sehr nah an das Original aus der Wave-Szene der 80er und 90er Jahre heranreichte. Das lag nicht nur am minutiös genauen Spiel der Band, sondern auch an der Stimme und der charismatischen Bühnenpräsenz des Frontmanns Holger Schwinn. Wie er in “Friday I’m In Love” sang, war auch er bis zum Scheitel geschminkt, die Haare waren toupiert und man glaubte fast, eine viel schlankere Version des Cure-Frontmanns Robert Smith vor sich zu haben, der bei der Volkshochschule Michelstadt den Kurs “Deutsch für Ausländer” mit einer glatten Eins abgeschlossen hat. Zunächst ein bisschen verwirrend für alle, die Cure auch zu Hause im Plattenschrank haben - aber sehr sehens- und hörenswert.
Nach vier derart versierten und fantastischen Bands tat sich die Jury schwer, einen Sieger festzumachen. Die Diskussionen wurden aus Ermangelung eines anderen Raums unter Ausschluss der Bands im Backstage-Raum geführt und war bisweilen sehr hitzig, so dass gebannt auf die Auswertung der Publikumsstimmen gewartet wurde, bis schließlich im Backstage-Raum die Entscheidung für Melibokus fiel. “Wir hätten nie gedacht, dass wir es heute Abend wirklich schaffen würden”, sagte Sänger Gero bei der Siegerehrung auf der Bühne - und war wie seine Band-Kollegen und die Kollegin total überwältigt. Wirklich realisiert haben sie ihren Sieg beim ersten Vorrunden-Konzert von Hessen Rockt erst im Kreise der Fans und Freunde. Damit schafften Melibokus das, was ihnen im vergangenen Jahr verwehrt war: der Schritt von der Vorrunde ins Halbfinale bei Hessen Rockt.











Hallo Hessen rockt!
Gestern Abend im Nachtleben habe ich eine gute Moderation vermisst! Nicht nur, daß wir Zuschauer -hörer nichts über die genaueren Modalitäten des Votings bzw. der Entscheidungsfindung gehört haben. Auch wurden die Bands m.E. zu wenig vorgestellt und am Schluß im Regen stehen gelassen. Meiner Meinung nach hätte jeder Teilnehmer des Wettbewerbs ein Recht darauf, zu erfahren, wie er nun letztendlich abgeschnitten hat und warum andere besser oder schlechter eingestuft wurden. Nur das bringt einen weiter…
Denkt vielleicht mal drüber nach!
Bis Samstag im Hüttenwerk…
Mike
Hallo und herzlichen Glückwunsch an die Sieger! :-)
Ich bin zwar KEINE Musikerin/Technikerin, muss aber sagen das ich über den absolut beschi…nen Sound im Nachtleben entsetzt war!
Dröhnen OHNE ENDE. Ich weis nicht woran es lag, aber die Technik sollte sich schon mal an die Nase fassen. Die zweite Band “Face to Face” (die ich pers. übrigens am besten fand), hatte dadurch nur Probleme. Coleslaw war vor lauter Brummen und Dröhnen fast gar nicht auszuhalten!
Schade für das Event! :-(
Gruss Susanne
Hi Mike,
wir verkünden bei Hessen Rockt stets nur den Sieger des Abends. Nicht, um den Bands die Informationen vorzuenthalten - wir stehen abseits der Bühne jederzeit zum Gespräch bereit (was Face To Face auch genutzt haben). Es geht darum, nicht auf offener Bühne die “schlechteste” Band des Abends zu küren. Wenn eine Band wissen will, wie sie abgeschnitten hat, soll sie uns ansprechen.
Die Moderation bei Hessen Rockt muss sich darüber hinaus auf ein Minimum beschränken, weil das sonst gerade an einem Sonntagabend mit langen Umbaupausen den zeitlichen Rahmen sprengen würde. Abgesehen davon denken wir, dass die Musik und nicht der Moderator für die Band sprechen sollte.
Schön, dass Du auch am Samstag da bist -
bis dahin,
der Arne
@ Susanne: War es wirklich so schlimm?!
Hallo an Face to Face,
also was war denn das für eine Mist Technik? Ich habe euch schon zwei mal live erleben dürfen [hammer] und das war ja…oh gott. Fand auch die nervigen Umbaupausen doof! Gerade bei euch war ja nachdem der Pult neu eigestellt wurde gar nix mehr so wie es sein sollte. Wenn ich Schulnoten vergeben müsste würde die Technik ne glatte 6 bekommen. Wir waren auf eurer Seite und hätten es euch gegönnt. Aber wie sagt man so schön, s lebbe get weida. Face to Face rulez.
LG Klausi
Glückwunsch an Melibokus, die eine sehr gute Songauswahl hatten, sehr gut und vor allem reibunslos gespielt haben und den besten Sound hatten. Und wenn ihr noch etwas an eurem Bühnenoutfit arbeitet (sorry, aber da aber hat nix zusammengepasst) dann habt ihr für mich ne echte Chance aufs Finale.
Hallo Pete,
danke für die Wünsche! Und mit dem Outfit hast Du absolut recht! Ich komme seit Jahren nicht weiter bei den Jungs! Die nehmen mich einfach nicht ernst, wenn ich sage, lass den Schlafanzug daheim :-)
Vielleicht leite ich diesen Kommentar jetzt direkt mal weiter :-) denn wir wollen doch ins Finale!
Unglaublich, hätt das nicht gedacht, dass wir gewinnen!
@ Elke: es hat mal einer gesagt: geh nie so auf die Bühne, wie die Leute im Publikum ausssehen, es sei denn du bist so berühmt dass die Leute im Publikum so aussehen wie du…also, gibs an die Jungs weiter. Es muss ja keiner den Affen machen, aber ihr solltet euch da einfach was einfallen lassen was zu euch und eurer Musik passt. Wir treten ja auch nicht in 80er Jahre Klamotten auf …
Okay, ich arbeite dran :-) Und wenn mal einer dem Mädsche zuhört, klappts vielleicht auch mit dem Nachbarn!
Oder ich rufe den Lagerfeld an, der kennt sich da aus :-)
Na mach Dir mal keine Gedanken. Zum Sieg hat es ja auch so gereicht, oder Peter?!
Ich denke, wir nehmen das einfach nicht zu ernst! Alles soll gut werden!
Und der Wettbewerb ist wirklich ein gute Sache!
:-) Und am Freitag gehts schon weiter…
@ Gerry: Jetzt noch :@)
Wir legen dann 3D Brillen aus, bevor wir auftreten, das ist dann so spektakulär, dass man auf ganz andere Dinge achtet, haha :-)
Ne, mal im Ernst, es soll nicht lächerlich aussehen wie Mann/Frau auf der Bühne rumspringt, aber mir persönlich gefällts halt, wenns auch optisch passt und man den anwesenden Musiker auch als solchen erkennt und ihn nicht für einen Gast hält. Jede Band kommt da einfach geschlossener rüber.
….face to face tritt daher künftig geschlossen in hotpens auf:-))
Leggins sehen auch toll aus! :-)
Unterhosen kommen auch gut! :-) Quod erat demonstrandum…
@Elke: Leggins kommen echt gut. Vor allem bei Männern.
Bestes Beispiel: Van Halen. Schön schrill in Rot und Pink mit einem Schuss Blau.
Oder Europe.
Oder Aerosmith. Zumindest früher.
Und Tokio Hotel!
Ach, das sind gar keine Leggins? So was aber auch… ;o)
…und NENA nicht zu vergessen, oder nicht auch Freddy Mercury?
War Nena denn ein Mann? Hm. Hätte ich mir eigentlich schon lange denken können.
Freddie war auf jeden Fall eine Frau mit falschem Schnorres und Brusthaartoupet. So viel ist ja wohl klar.
Ach, ich habs halt vercheckt, dass nur Männer Leggins tragen dürfen! :-)
Moin Leutz,
bin ebbe haam gekomme und seh hier geht´s ja voll ab im GB.
Also in Leggins könnt ich mich ned a nei drigge, da benötige ich ja en Waffeschein…gelle
War echt lustig gestern und möchte mich an dieser Stelle bei allen mal bedanken!
Gruss Mike
Face to Face
@Mike: Schade, hätte gut gepasst zur musikalischen Ära. Wobei hier bestimmt auch Pumphosen erlaubt wären. Das entschärft die Situation dann ein bisschen…
@Arne, tat is wohl war.
Ich hab’ noch so geile Spandax Hosen, die zieh ich dann nächstens an (aber erst nach der Abnehmkur, hihi)
Hmmmm… Vielleicht sollten wir doch noch das beste Bühnen-Outfit küren?! Pete in Spandax hätte auf jeden Fall ne Chance. :o)
@ Mike & Mandy: ich fang’ jetzt noch in einer Glamrockband an, da werd’ mich mal von euch beraten lassen, wegen des Styles und so…
Pete schwebt ein in die Welt des Gltzers? Dalegtsmidochstrcksdielängsdahin! Denk dran, bei den jungen Dinger zieht mittlerweile wieder der “Colaflaschen Trick”, den kennt keine mehr und kommt mit den Leggins bestimmt gut.
aber dann bitte die 1,5 liter-version! :)
@ Colin: na na, wer will sich denn verkleinern :@)
:D oder so!
Hi ihrs da draussen,
hätte noch einen Vorschlag für Pete. Wie wäre es denn übergangsweise mit Mandys “Pretty in pink”-Kleidchen? ;-)
Könnte dir auch gut stehen, oder?!?!
Alleine die Vorstellung. Da wird ja die 1,5 Liter-Flasche in der Hose verrückt … ;-)
@ Skibi: vielleicht hat Mandy ja noch so ein Kleidchen, wenn wir die beiden dann aneinander nähen könnts mir vielleicht passen *ggg*
F….. die Hühner iss des Geil !!!
Des is widder so harmonisch hier, isch drehn noch dursch….Was´n Spass für so wenisch Geld .
Halt die Ohrn steif ihr Drecksäck da drause un viel Glück dene die wo´s geschafft habe oder noch werde.
Ei Olli, wenn ich net wüsst das du’s bist ded ich denke, es is unser Bobbelche aus Bad Offebach :@)