Vorrunden-Siegesfeier für Celebration
“Charismatisch, fantastisch, was für eine Stimme”, lauteten die Urteile des Publikums über den Frontmann der Band Celebration, die am Freitagabend das zweite Vorrunden-Konzert von Hessen rockt im Schanz in Mühlheim für sich entscheiden konnte. Mit ihrem gelungenen Auftritt setzten sich die Frankfurter vor ausverkauftem Haus gegen harte Konkurrenz durch. Denn auch die Auftritte von Hot Stuff, Melibokus und Desperado waren tadellos.
Hot Stuff aus Seligenstadt eröffneten den Abend mit einem kleinen Auszug aus ihrer professionellen und äußerst unterhaltsamen Show. Gesangssicher und mit viel Humor zeigten sie einen Querschnitt ihres Repertoires von Lionel Richie bis Kiss. Besonders ihre Version von “I Was Made For Loving You” trieb den Frauen im Publikum die Röte der Erregung ins Gesicht. Der Keyboarder und offenslichtlich Fitness-Studio-Besucher J.D. Wood zeigte im speziell angefertigten Kiss-Kostüm nicht nur Bauch- und Brustmuskeln, sondern ganz Kiss-typisch auch die Zunge. “Wenn wir mehr Zeit auf der Bühne haben, gibt’s sogar eine Prince-Stripshow”, verrät J.D. Wood am Rande des Konzerts. Sehr kollegial zeigte sich J.D. Wood bei der Bewertung der anderen Bands: “Mein Favorit ist definitiv Celebration. Die musikalische Qualität hat mich wirklich überzeugt.”
Ehe Celebration auf die Bühne kommen sollte, war zunächst aber noch Desperado aus Frankfurt und Gießen an der Reihe. Sympathisch und voller Stimmgewalt zeigten sie Funk- und Soul-Klassiker. Unter anderem überzeugende Versionen von “Lady Marmelade”, “Don’t Stop The Music” und “Proud Mary”. Besonders unterhaltsam waren - neben den groovigen Percussions - die Soli des Gitarristen, der bekannte Melodien wie “Axl F.” und “Smoke On The Water” einstreute.
Die dritte Band des Abends, Celebration aus Frankfurt, sollte schließlich das Rennen machen. Das lag nicht nur am stimmigen Band-Ensemble bestehend unter anderem aus einem dicken, dreiköpfigen Bläsersatz um den Bandleader Sven Claussen, sondern auch an der Stimme des Frontmanns Tamir Cohen. Der kleine Israeli mit der großen Stimme, der Lockenmähne und den strahlenden Augen zeigte mit seiner Gesangspartnerin Janet Taylor, was Spaß an Musik ist. Hier hat alles gepasst: “Boogie Wonderland” von Earth, Wind and Fire, ein Michael Jackson-Medley, “Conga Beat” von Gloria Estefan oder “Easy Lover” von Genesis. Die Herzen des Publikums gewann Cohen aber mit seiner Version von “On My Own” von Whitney Houston, einer gefühlvoll vorgetragenen Ballade, die Gänsehaut verbreitete.
Melibokus aus Seligenstadt hatten es im Anschluss wirklich schwer, noch einmal die Stilrichtung zu wechseln. Dabei gaben sich der Frontmann und die Frontfrau alle Mühe, mit knackigem Rock das Publikum zum Kochen zu bringen. Und mit der Songauswahl - unter anderem von Evanescence, Red Hot Chili Peppers und Juli - trafen sie den Musikgeschmack der Stammgäste. Franzi und Sascha aus Oberursel zählen nach eigenen Angaben zu den Stammgästen des Schanz und hatten daher auch Melibokus als beste Band des Abends auf dem Zettel. “Wir haben schon den ganzen Abend auf Rock gewartet”, sagt Franzi. Sich für eine der gesehenen Bands zu entscheiden, fiel den beiden wirklich schwer. “Bei der Songauswahl haben uns Melibokus und Hot Stuff überzeugt, aber qualitativ war Celebration am besten.”
Dieser Meinung war auch die Mehrheit des Publikums und so wurden Celebration zum Sieger dieses Vorrunden-Konzerts. Im März werden sie im Halbfinale in der Batschkapp zu sehen sein. Und zum Schluss des Konzerts im Schanz wurde mit einer Tradition bei Hessen rockt gebrochen: Es gab die erste Zugabe. Cohen und Taylor sangen mit schmaler Besetzung “Get Here” von Oleta Adams. Bei der Ballade - in diesem Fall eine Liebeserklärung an die Musik und die Band - hatte nicht nur das Publikum Tränen in den Augen. Übermannt von den eigenen Gefühlen brachten Cohen und Taylor nach dem Konzert im Backstage-Raum in Tränen aus. Derweil musste Bandleader Claussen schon wieder Rede und Antwort stehen: “Unsere Band besteht seit vielen Jahren und wir sind alle Freunde. Schon mit zwölf Jahren drückten wir uns an Musikgeschäften die Nasen platt und wollten unbedingt dieses oder jenes Instrument spielen. Dieses Gefühl haben wir uns bis heute bewahrt”, sagt der Frankfurter. Celebration sei eine Formation mit viel Herz und dem Hang zur Perfektion. Das sei wichtig, um bei Hessen rockt bestehen zu können.











Euer Zitat:Und zum Schluss des Konzerts im Schanz wurde mit einer Tradition bei Hessen rockt gebrochen: Es gab die erste Zugabe.
stimmt ja so nicht. ich war letztes Jahr bei Just For Funk im U-60…. Die haben dort mehr als überzeugt und durften auch eine Zugabe zum Besten geben. Hoffentlih dieses Mal wieder.
Bin dabei.
Gruß
Jens
Danke Jens ;-)
Wir werden natürlich auch diesesmal unser Bestes geben ! Am 27.01. im “Culture Club” in Hanau !
Grüßle
Stephan (Just For Funk)
Hey, Jens! Gut der Mann!! Jawoll!!!
Erstens mal ist JFF immer gut für eine Zugabe! Hoffentlich auch im Culture Club!!!
Und zweitens hat - soviel ich weiß - eine der Bands in der Südbahnhof-Vorrunde 2006 auch eine (eine?) Zugabe gegeben ;-)
Freu mich schon tierisch auf den 27.01. UND AUCH auf die anderen Bands - das wird garantiert wieder so ein Fest wie die letzten Abende!!!
Liebe Grüße
Geo
Ich wollte gerade 2 Karten im Vorverkauf für das Konzert in Hanau kaufen.
Beim Preis bin ich hinten runtergefallen.
9,20 € pro Karte! Das sind ca. 18,- DM.
Das ist zuviel - gerade wenn ich das mit dem Sinkasten vergleiche.
Mein zweiter Name ist leider nicht Krösus.
LG
Wilhelm
In dem Laden ist wohl sonst nix los, oder warum schlagen die jetzt so zu ?
Ich weiss ja auch nicht. Ansonsten sind die Karten immer bei 5/6 Euro und dann sowas. “gut organisiert” Danke FR !!!
KAnn mich da Hanne nur anschließen. Da tut ihr euch keinen Gefallen.
Ansonsten läufts doch auch ganz prima.
CU S.
Hallo liebe Hessen Rockt-Community,
zu Euren Kommentaren zum Thema Eintrittspreise für das Culture Club-Konzert wird es im Laufe des Tages von uns eine, für Euch sehr attraktive Lösung geben.
Seid gespannt….!
Euer
Hessen Rockt-Team
Im Laufe welchen Tages? ;)